Support culture as new developments spring up across London

Just read…

London’s mayor is concerned about losing too much creative work-space in the ongoing construction craze of the city. “Culture and creativity are key to London’s success, as a place to live in, to work, to study and to visit,” says Mayor Johnson.

The mayor’s office has published a 40-page A-Z of Planning and Culture (https://www.london.gov.uk/priorities/arts-culture/promoting-arts-culture/a-z-of-planning-and-culture) with “guidelines that emphasize the importance of taking local heritage and culture into account, as well as the need to reflect cultural infrastructure – such as buildings and spaces that support creative activities. There are currently no plans to make the guidelines part of London’s planning policy.”

“There are good examples of developers and planners incorporating culture into their regeneration schemes, including Olympicopolis, London City Island, the City and Nine Elms,” says Mayor Johnson.

“We want more of them to be talking to, even working with cultural bosses, artists and other creatives at the start of projects and recognize the value of culture, not just to our city’s quality of life, but to the success of their developments.”, so Johnson.

(Found at: http://www.dezeen.com/2015/10/28/london-to-lose-a-third-of-creative-workspace-unless-developers-step-in-warns-boris-johnson/)

 

Recognizing the value of culture….seems to be a missing link in many political decision-making processes.

Intriguing design of an old castle converted into a museum

This Messner Mountain Museum RIPA (tibetan: ri means mountains and pa means man/people) in Bruneck exists already since 2004 and is devoted to the mountain people of the world. Developed and created by mountaineer Reinhold Messner, he converted the 13th century old Castle Bruneck into a museum. This article on http://www.dezeen.com (http://www.dezeen.com/2011/07/08/messner-mountain-museum-by-em2/) describes with many photographs the beautiful way of how the architects EM2 designed the merging of an ancient castle and modern construction. “The difficulty lay in integrating an museum concept for the exhibition “mountain people” in already built historical structures”, says the article. The pictures shown in the article give a great view into and onto this museum, one of six Messner Mountain Museums in the northern Italian region South Tyrol.

Links:

Article on the conversion/re-design: http://www.dezeen.com/2011/07/08/messner-mountain-museum-by-em2/

Messner Mountain Museum RIPA in Bruneck, Northern Italy: http://www.messner-mountain-museum.it/ripa/museum/

Homepage of all six Messner Mountain Museums: http://www.messner-mountain-museum.it/

Photo ©Harald Wisthaler

KULTUR unternehmen…

KULTUR unternehmen…

Christian Holst hat in seinem Blog kulturblog.net zur Blogparade „Kultur unternehmen“ aufgerufen.

Kultur unternehmen. Kulturunternehmertum. Kulturinstitutionen unternehmerisch denkend angehen. Ein Thema, das mich begeistert und reizt. Mein Anliegen ist es, die Kulturinstitutionen dazu anzuregen über den Tellerrand zu schauen und sich von anderen unternehmerischen Initiativen im Kultursektor (oder anderen Sektoren) inspirieren zu lassen, wie man seine Kunst– und Kulturstätte langfristig am Leben erhalten kann.

Dazu gibt es einige anregende Beispiele aus den USA, die man nicht unterschätzen sollte. Ich bin kein Fan von der hier (ich wohnen in den USA) herrschenden Haltung, dass in sämtlichen Lebensbereichen der „Business“ Gedanke ständig im Vordergrund stehen muss. Außerdem vermisse ich ein stärkeres Interesse der Bevölkerung an Kultur – wobei ein solches Interesse an der Ost- und Westküste sicherlich stärker ausgeprägt ist. Dennoch muss man sagen, dass die Museen in diesem Lande es recht gut verstanden haben, diese beiden Bereiche in positiver Art und Weise zu verbinden.

Das unterschiedliche Verhaltensmuster hat natürlich seine Wurzeln. In Europa wird Kultur als gesellschaftliches Gut betrachtet, das möglichst vielen Menschen zugänglich gemacht werden sollte. Kulturinstitutionen in Europa, insbesondere in Deutschland (oder Italien) sind es gewohnt vom Staat/Land/Kommune finanziert zu werden. In den USA gab es diesen Ansatz kaum und man hat von jeher versucht mit Spendengeldern wohlhabender Kunstliebhaber und mit Unternehmergeist kulturelle Institutionen aufzubauen und bei der Stange zu halten. Diese Kommerzialisierung der Kultur entspricht nicht ganz den Glaubensgrundsätzen der europäischen Kulturlandschaft. Verändern sich aber Zeiten und Umstände läuft man nicht schlecht, sich für neue Lösungsansätze zu öffnen wenn die üblichen Finanzierungsquellen stetig mehr versiegen.

Laut einem Artikel im britischen The Guardian berichtet die Presse in Italien, dass das Restaurant des Metropolitan Museums in New York in 2013 alleine mehr Gelder eingespielt hat als alle Museen (Eintrittsgelder) zusammen in Italien. Italiens Museen und archäologische Stätten haben (in 2013) 380 Mio. Euro durch Verkäufe eingenommen. Im Vergleich dazu nahm der Louvre im gleichen Zeitraum 2,5 Mrd. Euro durch Verkäufe ein – so zitiert der Guardian die italienische Zeitung La Repubblica. Gut gestaltete Museumsläden, Cafès, Publikumsprogramme, Kinderprogramme und vieles mehr bringen nicht nur weitere Einnahmen, sie locken eine stetig wachsende Besucherschar an.

Das Asian Art Museum in San Francisco vermietet einen wunderschönen Saal mit hohen Stuckdecken in ihrem von Gae Aulenti zum Museum umgewandelten ehemaligen Beaux-Arts Zentralbibliotheksgebäude für Hochzeiten oder andere hochwertige Veranstaltungen. Der Saal ist das Herzstück im Museum und steht als Veranstaltungssaal für hauseigene oder zur Vermietung von externen Events zur Verfügung.

Das Museum of Contemporary Art Chicago (MCA) hat eine Kampagne gestartet 64 Mio. US$ zu sammeln, um ein Programm zu fördern, das Museumsbesucher an die wichtigsten Kunstwerke unserer heutigen Zeit heranführen soll und sie auffordert sich damit auseinanderzusetzen. “The Vision Campaign is about great art and ideas-that connect with the community and propel the MCA as a leader in the cultural economy.” Privatspenden allein haben bereits 60 Mio. US$ eingespielt, die Zielgerade ist fast erreicht. “Due to the phenomenal level of philanthropy and support shown by our Vision Donors, the museum today is on solid financial ground and can realize this ambitious vision.”

Es gibt viele spannende Anregungen um uns herum, in den USA, Großbritannien (u.a. Tate Gallery) und anderen europäischen Ländern sowie in Deutschland (siehe das immer wieder zitierte Städel Museum in Frankfurt) – wenn man offen ist für Veränderung und Inspirationen.

#kultur_unternehmen  #blogparade

Kulturstadt Hamburg – Nein, danke. Wieso denn? Kulturstadt San Francisco – Ja, gerne. Aber wie denn?

Die eine will gerne, kann aber nicht. Eine immer teurer werdende Stadt mit irren Mietpreisen verhindert das Überleben einer gesunden Kunst und Kulturszene in San Francisco. Die andere, Hamburg, hat das Potenzial denkt aber nicht, dass man dies auszuschöpfen braucht.

„Markenzeichen, Stolz und Bürgertum? Lebt Hamburg nicht auch davon? Warum haben so viele andere Städte erkannt, dass Kulturwirtschaft ein bedeutender Impulsgeber für die Dynamik einer Stadt ist. Dass Attraktivität und Vielfalt der kulturellen Landschaft die Lebensqualität einer Stadt prägen. Warum gilt Berlin als sexy? Wegen der Kultur! Warum sind Salzburg und Bayreuth jahreszeitlich bedingt manchmal Weltstädte? Wegen der Kultur! Was liebt man an New York, Paris, London, Amsterdam? Kultur! Wir Hamburger klopfen uns aber auf die Schulter, weil alles hier schon so dufte ist. Nein, ist es nicht! Überregional wahrgenommene kulturelle Veranstaltungen können dazu beitragen, Städte auf einen neuen Entwicklungspfad zu bringen.”, schreibt Armgard Seegers in: http://www.abendblatt.de/kultur-live/article129862874/In-Hamburg-ist-kulturell-gar-nicht-alles-dufte.html

Die Kunst- und Kulturszene San Franciscos würde gerne weiter operieren, hohe Mieten zwingen aber mehr und mehr Galerien, Künstlerinitiativen, Kinos, oder Tanztruppen die Stätten ihres Wirkens zu schließen.

“When times are tough, arts groups suffer. And when times are good, arts group suffer too. It’s an old saw that San Francisco galleries, music groups and dance companies are repeating as rents rise and artists fret about their future. ….Amid San Francisco’s booming economy, the side effects are proving painful for cultural groups without the money, training or savvy to handle soaring rental bills and a shortage of options….It’s time for city leaders to recognize what a loss San Francisco faces if arts group don’t survive and adopt a specific plan to save.”, heißt es in einem Artikel im San Francisco Chronicle: http://www.sfgate.com/opinion/article/A-booming-economy-in-a-changing-city-brings-high-5862005.php

Es gibt ein paar innovative Bemühungen der Stadt – zum Beispiel wurden mit Hilfe eines $5Mio. Darlehens, ergänzt um Stiftungsgelder, Gebäude gekauft so dass deren Mieter (Künstlergruppen) dort bleiben können. Letztendlich sollen sie die Möglichkeit haben zum Eigentümer der Räumlichkeiten zu werden. Diese und andere Maßnahmen sind jedoch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Die Kreativwirtschft ­– die audiovisuelle Produkte, Design, Neue Medien, darstellende Künste, Veröffentlichungen und bildende Künste umfasst – ist nicht nur eine der am stärksten wachsenden Sektoren der Weltwirtschaft sondern auch ein Bereich, der Einkommen, Beschäftigung und Ausfuhrerlöse ankurbelt. So heißt es in einem UN Report der UNESCO zur Kreativwirtschaft und Entwicklung. Der Sektor Kultur- und Kreativwirtschaft hat nur leider nicht den Ruf und Historie eine Profitmaschine zu sein.

Dabei unterscheidet sich die Kulturindustrie gar nicht mal so sehr von vielen der Startups und Technologie Firmen, die in Silicon Valley wie Pilze aus dem Boden schießen. Diese schaffen kreative Hubs um Ideen zu entwickeln und müssen einen Marketingplan und ein Geschäftsmodell erstellen, um ihre Dienstleistungen oder Produktideen zu realisieren.

Vielleicht geht es in der Zukunft dahin, dass sich Wirtschaftsunternehmen Künstler und Kulturschaffende als kreative Berater in ihre Firmen holen (was schon passiert), um kreative und unkonventionelle Lösungen für Produkte und Serviceleistungen anzustoßen? Und dass sich Kunst- und Kulturschaffende der Kreativwirtschaft mehr Bemühen von Unternehmen und Geschäftsmodellen zu lernen, wie man sich und seine Ideen unter die Leute bringt?

Meine fünf Minuten mit Reinhold Messner über die Zukunft der Museen

Man begegnet ja nicht alle Tage Reinhold Messner. Entsprechend hin und weg war ich, als ich letzten Monat eine Führung auf Schloss Juval, eines der sechs Messner Mountain Museen (MMM), beendete und dem Schlossherrn selber über den Weg lief. Er hatte wohl gerade etwas in „seinem Haus“ zu tun–Juval ist der Sommersitz der Familie Messner–wie uns der nette junge Mann im Museums Kiosk (Eintrittskarten, Messner Bücher, Postkarten) erklärte.

Herr Messner baut gerade sein sechstes MMM auf dem Kronplatz in den Dolomiten (und angeblich letztes Museum…das hatte er aber auch schon beim Fünften gesagt). Das beschert sicherlich den Eindruck, dass sein Museumskonzept funktioniert. „Dem Berg und dessen Kultur habe ich ein Museumsprojekt mit fünf ungewöhnlichen Standorten in der grandiosen Landschaft Südtirols gewidmet“, heißt es in der Messner Mountain Museum Broschüre. Messner, der 14 Achttausender bestiegen hat bezeichnet sein Museumsprojekt als seinen „15. Achttausender“, die „Summer all meiner Erfahrungen“.

Während Reinhold fleißig Autogramme in einen Stapel von Büchern kritzelte, die Besucher diesen Morgen erworben hatten, versuchte ich mit ihm über die Zukunft von Museen zu sprechen. Seine Museen sind freiwirtschaftlich betrieben, daher funktionieren sie und können überleben, sagt er mir. Genau! Ist das nicht eine beispielhafte Methode, wie Museen zukünftig operieren sollen damit sie weiter am Markt bestehen können?

Während ich meinem Optimismus zu verschiedenen Überlebenstaktiken (digitale Mediennutzung, unternehmerisches Agieren usw.) Ausdruck verlieh, war Herr Messner eher pessimistisch: er glaubt in den nächsten zehn Jahren werden mehr und mehr Museen schließen da die Budgets für Museen weiterhin gekürzt werden, insbesondere in Italien. 90 Prozent der Museen sind dort staatlich finanziert – und wir wissen, wie es um die Finanzen in Bella Italia steht. Wir reden nicht über die großen Museen in Rom und Florenz, die haben weniger Probleme. Natürlich, diese Situation kennen wir auch von Deutschland. In den USA sieht es anders aus, wirft er ein, da dort viele und auch wohlhabende Förderer die Museumslandschaft unterstützen. Allerdings handelt es sich vornehmlich um Museen, die zeitgenössische Kunst bieten und diese Kombination aus privater Förderung und moderner Kunst belebt die amerikanische Museumsszene. Dagegen werfe ich ein, dass dies sicherlich richtig ist, jedoch gibt es weitaus weniger Kulturinteressierte in den USA als in Europa. Ich lebe in den USA und erlebe dieses Phänomen öfters in Gesprächen, bei denen Kultur, Kulturerbe und Museen im Hinblick auf Interesse, Besucher und Engagement diskutiert wird.

Schloss Juval bei Naturns, zehn Minuten westlich von Meran, ist eine spätmittelalterliche Burg und von Herrn Messner fürsorglich in ein Museum umgewandelt, das sich mit dem Mythos Berg befasst. Neben viel privatem Flair (man sieht Messners gemütliche Bibliothek, die eingemachten Marmeladen im Keller, seinen Expeditionskeller) geht es im Museum um die heiligen Berge der Welt mit tibetischen Kulturobjekten, einer Bergbildgalerie und einer Maskensammlung aus verschiedensten Kulturkreisen. 1983 kaufte Reinhold Messner die verfallene Ruine, erstmals erwähnt in 1278, und sanierte sie denkmalgerecht. Zu seiner Museumsburg gehört auch ein Mini-Buchladen mit Messners Büchern sowie ein Wirtshaus, das zehn Minuten unterhalb der Burg auf einem idyllisch gelegenen Hof untergebracht ist.

Gerne würde ich Herrn Messner in einer Podiumsdiskussion erleben und seine sowie die Meinung anderer zum Thema Zukunft der Museen tiefer erörtern! Vielleicht lässt sich das ja irgendwann arrangieren.

Ein Think Tank zu Cultural Entrepreneurship – Unternehmertum in Kulturbetrieben

Wie können kulturelle Entfaltung und Pflege unternehmerisch wirksam unterstützt werden? Diese Frage, unter der Überschrift Cultural Entrepreneurship—Kultur Unternehmertum—wurde zwei Tage lang im April 2014 während der Sylter Runde (http://www.sylter-runde.de) unter die Lupe genommen.

Was ist ein Cultural Entrepreneur? Jemand, der unternehmerisch denkt und handelt. Im Kultursektor. Jemand, der Produkte und Dienstleistungen im Kultursektor zur Verfügung stellt.

Etwas genauer: Eine Person, die ein Problem, eine Herausforderung oder Idee im kulturellen Sektor sieht und die Chance ergreift, etwas zu ändern oder die Idee umzusetzen. Mit einer Vision vor Augen, sucht er sich die Ressourcen und setzt sich mit aller Kraft für die Umsetzung der Idee oder Innovation ein. Letztendlich wird ein Wert für Besucher/Publikum des Kultur-und Kreativsektors geschaffen.

Ob öffentlich geförderte oder privatwirtschaftlich handelnde Kulturinstitutionen, sie alle müssen heute ihre Existenzberechtigung verteidigen. Ein Bewusstsein und Verhalten als Cultural Entrepreneur kann dem Kultursektor eine Herangehensweise anbieten, die ihm neue Möglichkeiten eröffnet, die Stellung ihres Sektors im Markt und in der Gesellschaft für die Zukunft zu sichern. Denn die Zeiten, sich auf den Staat hinsichtlich finanzieller Unterstützung zu verlassen sind langsam vorbei. Somit mag sich auch das Selbstverständnis von Kulturinstitutionen ändern.

Viele Museumsdirektoren oder Verantwortliche in Kulturinstitutionen handeln durchaus „unternehmerisch“, würden es aber selber nicht so betrachten oder sich nicht als solches bezeichnen. Warum eigentlich nicht? Ist „business“ oder „betriebswirtschaftliches Denken“ so was anstößiges? Ob Unternehmen, Künstler oder Kulturinstitut—um erfolgreich zu sein, müssen sie alle besser sein als viele andere und Interessenten (Kunden oder Besucher/Publikum) für ihre Produkte gewinnen (ob kommerziell oder kulturell).

Welchen Herausforderungen stehen sich heute öffentlich geförderte Kulturinstitutionen und die Kreativwirtschaft gegenüber? Auch wenn beide Bereiche unterschiedlich agieren, stellen sich ihnen ähnliche Probleme: Knappe finanzielle Ressourcen, technischer Wandel (Digitalisierung der Kunst/Kultur sowie digitale Kommunikation), Kunst und Kulturangebote stehen im Wettbewerb mit anderen Freizeitaktivitäten, Stellenwert von Kunst und Kultur in heutiger Gesellschaft und verändertes Besucherverhalten. Insbesondere bei öffentlich geförderten Kulturbetrieben besteht darüberhinaus das Problem mangelnder Flexibilität in der Verwaltung und der Rechtsform.

Wie kann man sich diesen Problemen stellen? Wir können in der Aus- und Weiterbildung ansetzen, um dem Nachwuchs der Kultur- und Kreativwirtschaft schon beim Studium unternehmerisches Denken und bei Verantwortlichen der Kulturbetriebe ein Bewusstsein für Entrepreneurship zu vermitteln. Es gibt viele erfolgreiche Beispiele national und international, wo die Kulturbranche zeigt, dass sie unternehmerisch aktiv ist und innovative Konzepte zur Finanzierung ihrer kulturellen Angebote entwickelt hat. Diese gelten als motivierende und inspirierende Fallbeispiele zu teilen. Als weiteren wichtigen Aspekt sieht die Sylter Runde den Markt im Kulturbereich: was will das Publikum eigentlich? Die Nachfrage nach Kultur hat sich geändert, wie reagieren die Kulturbetriebe darauf und wie schafft man neue Nachfrage? Kunst und Kultur kann und sollte auch Spaß machen, wie erreicht man das?

Wir sind uns einig, dass Kunst und Kultur nicht nur gesellschaftliche Randerscheinungen einer „guten Vergangenheit“ sind, die verwaltet und bewahrt werden wollen. Sie werden in Deutschland als erfolgreiche Determinanten angesehen, da sie zweifelsohne zu unserer technischen, wirtschaftlichen und auch politischen Entfaltung beitragen.

Es wird Zeit, neue Aktionsmodelle zu entwickeln, damit die Kultur und Kreativindustrie ein formender und beitragender Faktor unserer Wirtschaft und Gesellschaft bleibt. Es gibt viele Möglichkeiten, unentdeckte Ressourcen aufzuspüren und diese effizient und innovativ zu nutzen in sowohl gegebenen als auch neu zu entwickelnden Organisationsformen. Eine spannende Herausforderung, die viele Chancen bietet. Und ein Cultural Entrepreneurship Spirit kommt da wie gerufen.

Kommentare sind willkommen. Ich denke, dieses Thema sollte von verschiedenen Perspektiven aus weiter diskutiert werden.

Smart words by famous cellist Yo-Yo Ma: “Because the world economy is so hyper-competitive, much of the focus in education these days from Singapore to Shanghai to American schools is on STEM — science, technology, engineering and math. As important as that is, it is short-sighted. We need to add the empathetic reasoning of the ARTS to the mix — STEAM.”

Passionate mountaineer and museum creator. Cultural entrepreneur: Reinhold Messner

If I consider a cultural entrepreneur a person who has a vision for a new cultural project, product, or service that (s)he wants to bring out into the world in order to solve a problem, inspire or improve something and who pursues this with drive and commitment while sensing opportunities and disrupting belief systems – then I would describe Reinhold Messner as such a person.

A famous mountaineer and expedition climber, he is renowned for being the first climber to ascend all fourteen “eight thousanders” (mountain peaks over 8,000 meters or 26,000 feet). Adventurer and explorer Reinhold Messner travelled most of his life encountering many mountains and mountain cultures. He defined his own principles for climbing: no artificial oxygen, no bolts, no communication. A life full of extraordinary experiences ignited the idea for a museum as a place to share and convey the lessons he learned and to create an understanding for the “character” of mountains and the human nature which tries to conquer them.

His vision of a museum dedicated to the mountains, climbing and mountain cultures developed in the past 15 years into a network of five museums – with a sixth in the making. Located in five extraordinary places in South Tyrol, northern Italy close to Austria, he turned three ancient castles and forts into creative exhibition spaces and built two new constructions embedded into their natural environment. Each of the Messner Mountain Museums (MMM) (http://www.messner-mountain-museum.it/) evolve around a different theme: man’s encounter with the mountains; the eternal ice; the importance of mountains for cultures like the Tibetans and others; mountain peoples of the world; and the Dolomites.

In the process of turning his vision into action, Messner consulted with museum experts and the like. Against all advice he, once again, broke taboos as always in his life and created over time several small museums in not very easy accessible areas in the northern Italian Dolomites instead of one big exhibition space in Munich.

A sixth Messner Mountain Museum MMM Corones (www.mmmcorones.com) will be opening in summer 2014 located at the top of the Kronplatz mountain, near Bruneck/Brunico exploring “the rock”, dedicated to the lives of mountaineers and climbers. At 2275 meters above sea level with its unique views of the Dolomites it will be South Tyrol’s highest museum. Messner’s museum projects also include a foundation (MMF) that supports mountain peoples worldwide.

“You can know all the history, you can know the politics, but if you don’t know the culture, you will not understand the environment in which you are trying to affect policy”-Former Ambassador Ryan Crocker (once called America’s Lawrence of Arabia)